Clemens J. Setz lesen heißt: unsere Zeit besser verstehen. Ob Internet oder Pandemie viele Gegenwartsphänomene werden durch die Lektüre seiner Texte verständlicher. Setz' Textverfahren sind voll ästhetischer Emphase und Erkenntnislust, unterwegs zwischen Kunst und Alltag, zwischen Pessoa und GTA 5. Die Beiträge dieses Bandes diskutieren u.a., wie er Autorschaft, Postdigitalität und Posthumanität verhandelt sowie seine Social Media-Ästhetik.
Der Band enthält als Originalbeiträge Clemens J. Setz' erste Frankfurter Poetikvorlesung und ein Gedicht von Eckhart Nickel.
1. Einleitung.- 2. Das Leben der NPCs. Mysterien der Beseeltheit. Erste Frankfurter Poetikvorlesung.- 3. Anlässlich meiner digitalen Notizen im Clemens J. Setz-Workshop zur Frankfurter Poetik-Vorlesung.- 4. Poetik des Visuellen und Akustischen in Clemens J. Setz Die Stunde zwischen Frau und Gitarre .- 5. Nichts kann da entkommen Hermetik und Hermeneutik in Monde vor der Landung .- 6. Zauberstab Analogie? Konzeptuelle Differenz- und Ähnlichkeitsbeziehungen in der Prosa von Clemens J. Setz.- 7. Cat Content Connectivity. Poetik der digitalen Vernetzung in Clemens J. Setz Bot .- 8. Hase/Handke. Clemens Setz auf Twitter.- 9. Ein Laichplatz für Amphibien Der Instagram-Account von Clemens J. Setz.- 10. Unified Setz? Zum Problem der Selbstähnlichkeit in Clemens Setz Poetik.- 11. Nach dem Storymodus. Postdigitale Ästhetik bei Clemens J. Setz.- 12. Nur noch Fleisch oder: Ähnlichkeitserzählungen im Feuilleton.- 13. Seltsame Verzauberungen. Einige Überlegungen zu einer Ästhetik des Weirden bei Clemens J. Setz
David Wimmer-Wallbrecher.- 14. Tröstliche Ausfälle Setz, Cortázar und der Glitch.- 15. Der Bohrturm, der Pinguin und andere unnütze Details.- 16. Abgründe des Normalen Dis/Ability in Erzählungen und im Comic von Clemens J. Setz.- 17. Tiere sehen. Anders-als-menschliche Perspektiven bei Clemens J. Setz.- 18. Animalität und Disabilität. Clemens Setz playable characters.- 19. Entlang von Mysterien. Gespräche über die Literatur von Clemens J. Setz.
Heinz Drügh ist Professor für Literaturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts / Ästhetik an der Goethe-Universität Frankfurt.
Susanne Komfort-Hein ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt.