Bodenkunde (3. Aufl. 1911. 235 mm)

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1. Gescbicbtlicbes fiber die Bodenkunde. Die Gesohiohte der Bodenkunde ist nooh nioht gesohrieben worden; die besten Vorarbeiten verdankt man J arilow. Es ist nioht ohne Interesse, daB bereits im Altertum sowie bei den Arabern brauohbare wisseusohaftliohe Angaben iiber die Bodenarten vorhanden sind. Zwisohen dem Niedergang der arabisohen Kult~r und der N euzeit bleibt dann eine weite Liioke bis z,um Beginn d~r Fortsohritte in wissensohaftlioher Chemie und Bodenkunde im 18. Jahr hundert. Man reohnete zunaohst die Boden als \"Erden\" zu den Mine ralien und behandelte sie als Teile der Mineralogie. Die erste selbstandige Bearbeitung bodenkundlioher Fragen findet sioh bei W aBeri us, der ala Professor in U p-sala lebte, Chemie, Medizin und Mineralogie lehrte und mit seinen Agrioulturae chemioa fundamenta am Anfang der wissensohaftliohen Behand lung der Bodenkunde steht. N ooh lange bearbeiteten Mineralogen di~ Boden (so Hum e, Davy, von dem die Bezeiohnung \"Agrikultur chemie\" stammt). Es mag auch darauf hingewiesen werden, daB sioh Beziehungen erkennen lassen, die von den alteren Mineralogen iiber Breithaupt, Naumann zu Fallou fiihren. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts spalten sioh die Methoden, naoh denen bodenkundliohe Fragen bearbeitet werden, in versohiedene Riohtungen, die nooh heute; oft auffallend unvermittelt, neben einander vorhanden sind. In den meisten Fallen wird die Boden kunde ala Hilfswissensohaft fUr andere Zwecke, fUr Landwirtsohaft, Forstwirtsohaft, hygienisohe und bauteohnisohe Fragen usw. be traohtet.

1. Gescbicbtlicbes fiber die Bodenkunde. Die Gesohiohte der Bodenkunde ist nooh nioht gesohrieben worden; die besten Vorarbeiten verdankt man J arilow. Es ist nioht ohne Interesse, daB bereits im Altertum sowie bei den Arabern brauohbare wisseusohaftliohe Angaben iiber die Bodenarten vorhanden sind. Zwisohen dem Niedergang der arabisohen Kult~r und der N euzeit bleibt dann eine weite Liioke bis z,um Beginn d~r Fortsohritte in wissensohaftlioher Chemie und Bodenkunde im 18. Jahr hundert. Man reohnete zunaohst die Boden als "Erden" zu den Mine ralien und behandelte sie als Teile der Mineralogie. Die erste selbstandige Bearbeitung bodenkundlioher Fragen findet sioh bei W aBeri us, der ala Professor in U p-sala lebte, Chemie, Medizin und Mineralogie lehrte und mit seinen Agrioulturae chemioa fundamenta am Anfang der wissensohaftliohen Behand lung der Bodenkunde steht. N ooh lange bearbeiteten Mineralogen di~ Boden (so Hum e, Davy, von dem die Bezeiohnung "Agrikultur chemie" stammt). Es mag auch darauf hingewiesen werden, daB sioh Beziehungen erkennen lassen, die von den alteren Mineralogen iiber Breithaupt, Naumann zu Fallou fiihren. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts spalten sioh die Methoden, naoh denen bodenkundliohe Fragen bearbeitet werden, in versohiedene Riohtungen, die nooh heute; oft auffallend unvermittelt, neben einander vorhanden sind. In den meisten Fallen wird die Boden kunde ala Hilfswissensohaft fUr andere Zwecke, fUr Landwirtsohaft, Forstwirtsohaft, hygienisohe und bauteohnisohe Fragen usw. be traohtet. 1. Geschichtliches über die Bodenkunde.- 2. Boden; Bodenkunde.- Erster Abschnitt. Bodenbildung.- I. Verwitterung.- II. Humus und Humusbildung.- Zweiter Abschnitt. Chemie der Böden.- I. Mikroskopische Analyse der Böden.- II. Spezielle Chemie des Bodens.- Dritter Abschnitt. Physik des Bodens.- I. Mechanische Bodenanalyse.- II. Bau (Struktur des Bodens).- III. Die Kohäsion des Bodens.- IV. Das Volumgewicht (spezifisches Gewicht) der Boden- bestandteile und Bodenarten.- V. Die Farbe des Bodens.- VI Die Größe der Oberfläche der Bodenkörner.- VII. Das Verhalten des Wassers zum Boden.- VIII. Beziehungen des Bodens zur atmosphärischen Luft.- IX. Das Verhalten des Bodens zur Wärme.- X. Elektrische Vorgänge in den obersten Schichten der Erde.- Vierter Abschnitt. Biologie des Bodens.- I. Der Einfluß der Pflanzen auf den Boden.- II. Der Einfluß der Tiere auf den Boden.- III. Die Beeinflussung des Bodens durch den Menschen.- Fünfter Abschnitt. Lagerung, Ausformung und Ortslage der Böden.- 1. Bodenprofil.- 2. Häufig auftretende Bodenprofile.- 3. Mächtigkeit des Bodens.- 4. Verhärtete Bodenschichten. Bodensohlen.- 5. Anorganische Bodendecken.- 6. Örtliche Einflüsse.- Sechster Abschnitt. Einteilung der Böden.- I. Die klimatischen Bodenzonen.- II. Andere Einteilung der Bodenarten.- III. Übersicht der Bodenarten Europas.- IV. Bodenkarten.

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