Die Wechselbeziehungen zwischen der Überwindung des naturwissenschaftlichen Kausaldeterminismus nach 1900 und der für die moderne Literatur charakteristischen Problematisierung literarischer Vermittlung werden am Beispiel Döblins modellhaft behandelt. Ausgehend von einer Darstellung der zeitgenössischen Relativitätsproblematik wird gezeigt, dass sich in Döblins Werk die Kausalstruktur der individuellen Erfahrungswelt der Figuren auflöst, während eine überindividuelle, vitalistisch gedeutete Determination fortbesteht, der die Figuren zwar unterliegen, die aber nicht bewusstseinsfähig ist. Die subjektiven Sinngebungsversuche der Figuren erweisen sich als willkürlich und absurd, da sie eine zulängliche Perspektivierung der Realität nicht mehr erlauben.
Publisher
Peter Lang
Publication Date
-
ISBN
9783261033130
Pages
-
Item Type
Book
Format
Paperback
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