Weichenstellungen : Die Krise der schweizerischen Eisenbahnen und ihre Bewältigung 1944-1982. Dissertationsschrift (2010. 366 S. 225 mm)

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Die Schweiz verfügt über eines der dichtesten Eisenbahnnetze der Welt. Dies ist keine Selbstverständlichkeit: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in fast allen Industrieländern zahlreiche Eisenbahnstrecken stillgelegt. Der motorisierte Individualverkehr triumphierte über das Massenverkehrsmittel aus dem 19. Jahrhundert. Dennoch blieben bei den Schweizer Eisenbahnen Streckenschliessungen grösseren Stils aus.
Das Buch untersucht die Antwort der Schweizerischen Politik auf die vermeintliche Agonie der Eisenbahnen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die frühen 1980er-Jahre. Die Basis hierzu bildet eine quantitative Analyse der Schweizerischen Eisenbahnwirtschaft, gefolgt von der Darstellung eines umstrittenen «Stilllegungsfalles» mit Signalwirkung für die gesamtschweizerische Gesetzgebung. Der Politikvollzug, der von der Abkehr von reinen Wirtschaftlichkeitskriterien bei der Eisenbahnsubventionierung und der opportunistischen Ausdehnung der Staatshilfen auf einen grösseren Empfängerkreis geprägt war, bildet einen weiteren Schwerpunkt. Die Darstellung wird durch die Analyse der Triebkräfte hinter dem Wandel der Schweizerischen Bundesbahnen vom gemeinwirtschaftlichen Verwaltungsunternehmen zum ökologischen Massenverkehrsmittel mit einer ausgeprägten Management-Kultur vervollständigt.

§15§Die Schweiz verfügt über eines der dichtesten Eisenbahnnetze der Welt. Dies ist keine Selbstverständlichkeit: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in fast allen Industrieländern zahlreiche Eisenbahnstrecken stillgelegt. Der motorisierte Individualverkehr triumphierte über das Massenverkehrsmittel aus dem 19. Jahrhundert. Dennoch blieben bei den Schweizer Eisenbahnen Streckenschliessungen grösseren Stils aus.§Das Buch untersucht die Antwort der Schweizerischen Politik auf die vermeintliche Agonie der Eisenbahnen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die frühen 1980er-Jahre. Die Basis hierzu bildet eine quantitative Analyse der Schweizerischen Eisenbahnwirtschaft, gefolgt von der Darstellung eines umstrittenen "Stilllegungsfalles" mit Signalwirkung für die gesamtschweizerische Gesetzgebung. Der Politikvollzug, der von der Abkehr von reinen Wirtschaftlichkeitskriterien bei der Eisenbahnsubventionierung und der opportunistischen Ausdehnung der Staatshilfen auf einen grösseren Empfängerk §15§reis geprägt war, bildet einen weiteren Schwerpunkt. Die Darstellung wird durch die Analyse der Triebkräfte hinter dem Wandel der Schweizerischen Bundesbahnen vom gemeinwirtschaftlichen Verwaltungsunternehmen zum ökologischen Massenverkehrsmittel mit einer ausgeprägten Management-Kultur vervollständigt. §03§Aus dem Inhalt: Abgeltung - Gemeinwirtschaftliche Leistungen - Eisenbahngesetz - Privatbahnen - Schweizerische Bundesbahnen - Defizit - Infrastrukturpolitik - Verkehrspolitik - Expertendiskurs - Föderalismus - Eidgenössische Solidarität - Leistungsauftrag - Service public. §01§Der Autor: Jonas Steinmann studierte an den Universitäten Bern und Salamanca Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaft. Nach dem Lizentiat promovierte er bei Prof. Christian Pfister am Historischen Institut der Universität Bern und war in der Abteilung für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte als Assistent tätig. Das dieser Publikation zugrunde liegende Forschungsprojekt «Zwischen Rentabilität und Service public» wurde vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

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